Projekt Auswirkungen des Schwallbetriebs auf den Geschiebehaushalt der Linth, Kanton Glarus
Auftraggeber Kraftwerk Linth–Limmern AG, Baudirektion des Kantons Glarus
Jahr 2005 - 2007

Durch den Betrieb des Kraftwerks Linth-Limmern entsteht linthabwärts der Zentrale Linthal ein täglicher Schwall, der ab Schwanden mit Schwallwellen aus dem Sernf und dem Löntsch überlagert wird.
Im Rahmen von Feldversuchen wurden die Auswirkungen von verschiedenen Schwall-Sunk-Regimes auf die Stabilität von Kiesbänken aufgezeigt. Dazu wurden in ausgewählte Teststrecken bei Sunkabfluss Kiesflächen eingefärbt und die Veränderungen nach dem Durchgang eines Schwallabflusses dokumentiert.
Die dokumentierten Veränderungen, die gemessenen Abfluss- und Pegelschwankungen sowie die anhand von Linienzahlanalysen bestimmten Kornverteilungen der Kiesbänke dienten als Grundlage für die Kalibrierung eines hydraulischen Berechnungsmodells. Dieses Modell wurde auf kleine Abflüsse mit detaillierter Berücksichtigung der verschiedenen Rauigkeitskomponenten von Sohle und Ufer ausgelegt.
Mit dem Modell wurden die Flächenanteile der Laich- und Jungfischhabitate bezogen auf die ganze Gewässersohle berechnet. Neben einem hypothetischen Referenzzustand ohne Beeinflussung durch das Kraftwert Linth-Limmern wurden Szenarien mit verschiedenen Schwall-Sunk-Verhältnissen untersucht. Dazu wurden die bei verschiedenen Winterabflüssen trocken fallenden und benetzten Flächenanteile an der gesamten Gewässersohle berechnet. Die benetzte Fläche wurde bezüglich Abflusstiefen in Teilflächen unterteilt. Anhand von Schubspannungsbetrachtungen wurden aus diesen Teilflächen jene Flächen ausgeschieden, in denen stabile Kiesflächen zu erwarten sind.

Feldversuch
Feldversuch vom 3. Dezember 2006 mit Sunkabfluss von 3m3/s und Schwallabfluss von 32m3/s. Kiesbankoberfläche in der Teststrecke Schwanden vor (links) und nach (rechts) dem Durchgang des Schwallabflusses.
Grösse der bei Schwall stabilen Kiesflächen mit Abflusstiefen, die sich für die Naturverlaichung eignen. Dargestellt sind die Flächen für den Ausgangszustand sowie für verschiedenen Kombinationen von Schwall und Sunk.

mehr zum Thema   » Schwall + Sunk

weitere Referenzen zum Thema   ‹    ›    

Flussbau AG SAH
Zürich +41 44 251 51 74
Bern +41 31 376 11 05
Luzern +41 41 220 23 03


This page was made with 4W WebMerge