Projekt Lokale, lösungsorientierte Ereignisanalyse (LLE) Kander – Hochwasser 2011
Auftraggeber Oberingenieurkreis I, Tiefbauamt des Kantons Bern
Jahr 2011 – 2014

Am 10. Oktober 2011 hat das Zusammentreffen von Niederschlägen mit dem Effekt der Schmelze von Neuschnee ein grosses Hochwasser (HQ300 in Kandersteg) in der Kander und vereinzelten Zubringern verursacht. Dies hat dazu geführt, dass die Landschaft im oberen Teil des Gasteretals unwiderrufbar umgestaltet wurde. Das neue Hochwasserschutzsystem in Kandersteg erreichte seine Belastungsgrenze und wurde teilweise sogar überlastet. In Kandergrund flossen 30 – 40 m3/s der Kander durch den Lawinenschutztunnel ab und Teile von Frutigen wurden überflutet.

Die Schäden in den Gemeinden Kandersteg, Kandergrund, Frutigen und Reichenbach beliefen sich auf rund CHF 30 Mio. Die seit dem Ereignis 2005 realisierten Massnahmen überstanden den Belastungstest mehrheitlich gut bis sehr gut. Zudem funktionierte die Alarmierung der Einsatzkräfte und die Intervention dank den Erfahrungen aus den Ereignissen 1999 und 2005 problemlos.

Im Auftrag des Oberingenieurkreis I, Tiefbauamt des Kantons Bern wurden im Rahmen der lokalen, lösungsorientierten Ereignisanalyse (LLE) die abgelaufenen Prozesse analysiert. Die Erkenntnisse aus der Analyse sind einerseits direkt in die Planung und Realisierung der Instandstellungsmassnahmen eingeflossen. Andererseits wurden im Anschluss an die LLE Konzepte und Massnahmen erarbeitet, die die Prävention und die Bewältigung zukünftiger Ereignisse verbessert.

Schäden im Bereich (unteres Ende) des Mitholztunnels Gemeinde Kandergrund. Quelle: SRF.
Einstau der Langlaufbrücke am 10.10.2011, Schlossweid Gemeinde Kandergrund. Quelle: Konrad Hari.

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