Projekt Verlandung im Naturschutzgebiet Tschingelsee, Kanton Bern
Verlandungsentwicklung und Massnahmenstrategie
Auftraggeber Naturschutzinspektorat des Kantons Bern
Jahr 2009

Der Tschingelsee in der Gemeinde Reichenbach im Kandertal funktioniert seit seiner Entstehung 1972 als natürliches Geschieberückhaltebecken. Die dadurch resultierende Verlandung des Sees ist aktuell so weit fortgeschritten, dass Gebäude gefährdet sind und die Bewirtschaftung der Landwirtschaftsflächen mehr und mehr eingeschränkt wird.

Mit Hilfe von Luftbildern und älteren Kartengrundlagen wurde die Ausgangssituation in der Tschingelebene um 1972 rekonstruiert und mit dem Terrainmodell von 2005 verglichen. So konnte eine retrospektive Verlandungsrate berechnet werden. Wird angenommen, dass die Verlandung künftig in ähnlichem Masse wie bisher verläuft, kann daraus die Zeitdauer bis zum Erreichen eines prognostizierten Endzustandes errechnet werden.

Entwicklung Tschingelsee
Entwicklung der Seeoberfläche von 1977 bis 2005.
Als Grundlage dienen die Luftbilder der
entsprechenden Jahre.

Das Spektrum möglicher Strategien im Umgang mit dem natürlich ablaufenden Verlandungsprozess und den daraus resultierenden Konfliktpunkten im Endzustand wurde aufgezeigt und bewertet. Die verwendeten Bewertungskriterien basieren auf dem Drei-Säulen-Konzept der Nachhaltigkeit. Die nachhaltige Entwicklung bezieht sich auf den Schutz von Umwelt und Ressourcen sowie der Verwirklichung sozialer und ökonomischer Ziele.

Schematische Darstellung des Längenprofils durch die Tschingelebene: möglicher Endzustand der Deltabildung.
Der Tschingesee verlandet

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