Projekt Geschiebehaushaltstudie Aare: Wohlensee bis Bielersee
Auftraggeber BKW Energie AG
Jahr 2014 - 2015

Mit einem geeichten numerischen 1d-Geschiebetransportmodell wurden Extrapolationsszenarien über 40 Jahre modelliert und langfristige Veränderungen der Sohlenlage und der Geschiebeumlagerungen zwischen dem Wohlensee und dem Bielersee prognostiziert.

Die Ergebnisse bestätigen die mehrfache Einschränkung der Geschiebekontinuität durch die Stauhaltungen Niederried und Aarberg (Abb. 1). Unterhalb des WKW Mühlebergs (Wohlensee) bis zur Mündung der Saane finden keine Geschiebeumlagerungen statt, da die Aare von der Saanemündung her leicht zurückgestaut wird (Abb. 2). Das eingebrachte Geschiebe aus der Saane wird bereits in der Stauhaltung Niederried wieder abgelagert. Entsprechend ist der Abfluss zwischen den Wasserkraftwerken Niederried und Aarberg geschiebearm. Unterhalb davon führt das Geschiebedefizit zu einer langfristigen Erosionstendenz des oberen Hagneckkanals.

Mit Hilfe des numerischen Modells kann die Wirkung von Massnahmen zur Verbesserung der Geschiebekontinuität aufgezeigt werden.

Längenprofil der mittleren Sohlenlage der Aare von 2004.
Wohlensee mit dem WKW Mühleberg im Bildhintergrund und der Aare im Unterwasser des Staudamms.

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